Selbstverwahrte Wallets
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Kritische EU-Vorschrift für Blockchain Selbstverwahrte Wallets (Unhosted Wallets), Ledger, MetaMask, etc.

#Innovationsretards Wenn die EU-Vorschriften in Bezug auf die Verifizierung von nicht gehosteten Wallets angenommen werden, würde dass die primäre Innovation (P2P, Self-Custody) der Blockchain-Technologie beeinträchtigen. Es wäre nicht nur eine enorme Verletzung der digitalen Privatsphäre (eine Selbstverwahrte Geldbörse ist im Grunde das gleiche wie unsere physische Geldbörse in unserer Hosentasche), sondern was uns genauso beunruhigt, ist die nachteilige Wirkung, die sie auf die dringend benötigte Finanzinnovation in Europa und darüber hinaus haben würde.

Überweisungen von Krypto-Dienstleistern (Börsen usw.) zu DeFi Wallets werden teurer und belastender. Alles ohne einen klaren Nutzen im Zusammenhang mit der Geldwäschebekämpfung. Wir als Bürger und die EU glauben, als wichtige Wirtschaftsregion damit die wichtigste Innovation verpassen würden, die Blockchain ankündigt – eine neue technologische Basisschicht für das beste Finanzsystem, das es je gab.

Welche Möglichkeiten haben zentrale Börsen oder Anbieter/Nutzer von “Selbstverwahrten Wallets”???

Damit die neuen Regeln in Kraft treten können, müssen sie in einem Trilog zwischen dem EU-Parlament, dem Europäischen Rat und der Europäischen Kommission verabschiedet werden. Wenn es keine Einwände gibt, hätte die Kryptobranche neun bis 18 Monate Zeit, um die gesetzlichen Vorgaben vollständig zu erfüllen.

Die EU übernimmt uneingeschränkt alle Grundsätze der FATF. Während sie technisch gesehen selbst gehostete Brieftaschen nicht verbieten können, liegt der Trick in der Verpflichtung nach Artikel 58, den Begünstigten von Geldbörsen zu überprüfen und Know-Your-Customer (KYC).

Auf lange Sicht würde diese Regel, wenn diese in unveränderter Form angenommen wird, wahrscheinlich zu einer Verkettung zwischen vollständig konformen (und damit sehr teuren) zentralisierten Krypto-Akteuren wie zentralisierten Börsen (CEXes) und einem Paralleluniversum der Nichteinhaltung führen, dass aus Alternativen wie dezentralen Börsen (DEXes) mit VPN’s besteht. Viele Wege führen nach Rom.

Unternehmen wie Ledger | Why The EU’s Transfer of Funds Regulation (TFR) Is A Threat To Financial Freedom? | Ledger.com müssen erstmal mit Börsen wie zum Beispiel Coinbase | ntroducing the Travel Rule Universal Solution Technology (“TRUST”) | by Coinbase | Feb, 2022 | The Coinbase Blog zusammenarbeiten um die erforderlichen Nachrichtennetzwerke aufbauen, um diese Informationen hin und her zu übermitteln.

Ledger könnte dann auch unter anderem mit dem neuen Kreditkarten System, welche an die jeweiligen Selbstverwahrten Wallets verknüpft sind und in Folge der Nutzung über die Ledger Live App, personenbezogene Daten sammeln, wie zum Beispiel IP Adresse, Name und Anschrift. Natürlich ist das ganze momentan alles nur “politisch“ und auch die EU-Mitglieder müssen sich an die Gesetze halten.

Aber auch VerifyVASP ist eine interessante Lösung, wo sich bereits sehr viele Große Player wie zum Beispiel Crypto.com oder BitMEX connectet haben.

Die Frage bleibt allerdings weiterhin, ob diese überspitzte Regelung notwendig ist, wenn Anti Money Laundering (AML) nur 0,05% laut einem Bericht von Chainalysis ausmachen. Dies steht absolut in keinem Verhältnis, der teilweise rechtswidrigen Vorschriften, die den Nutzer in seiner Privatsphäre verletzt.

Dies soll keine Beratung oder dazu beitragen, Umgehung von internationalen Sanktionen oder Förderung der Geldwäsche zu billigen!

Selbstverwahrte Wallets

Interessant ist auch dieser Beitrag: ‘Don’t Be Lulled’ as European Commission Mulls a Crypto KYC Trap (cryptonews.com)

1Stockfoto 409274512 (shutterstock.com)2EU to Vote on Revised Regulation Targeting Crypto Transfers – Blockworks